Sonthofen kämpft – doch Isar-Loisach bleibt zu stark
- Laurenz Lakotta

- 17. März
- 3 Min. Lesezeit
Der TSV Sonthofen hat im wichtigen Heimspiel gegen die HSG Isar-Loisach eine weitere Niederlage hinnehmen müssen. In der Allgäu-Halle unterlagen die Gastgeber am Sonntagabend mit 31:36 und verpassten damit die Chance, im Abstiegskampf dringend benötigte Punkte zu sammeln.
Parallel konnten die direkten Konkurrenten TSV Gilching und SG Kaufbeuren/Neugablonz ihre Spiele gewinnen. Damit steht fest, dass Sonthofen in den letzten beiden Saisonspielen zwei Siege benötigt, um den Klassenerhalt noch zu schaffen und auf Schützenhilfe anderer Vereine angewiesen ist.
Die Partie begann zunächst ausgeglichen. Sonthofen zeigte sich gegenüber dem deutlichen 26:37 im Nachholspiel unter der Woche deutlich verbessert und hielt das Spiel in der Anfangsphase offen. Besonders im Angriff fanden die Gastgeber gute Lösungen und kamen immer wieder zu klaren Abschlüssen.
Mehrfach gelang es Sonthofen, das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Doch während die Offensive funktionierte, blieb die Defensive weiterhin anfällig. Immer wieder fand Isar-Loisach Lücken im Sonthofer Abwehrverbund und kam zu einfachen Treffern.
„Im Angriff haben wir vieles richtig gemacht, aber defensiv haben wir uns zu viele einfache Tore eingefangen“, analysierte Marcel Heil nach der Partie.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit zeigte sich, warum Isar-Loisach zu den stärkeren Teams der Liga gehört. Die Gäste agierten abgeklärt, nutzten Ballverluste konsequent aus und hielten das Tempo hoch.
Sonthofen kämpfte zwar engagiert, doch immer wieder gelang es den Gästen, sich leicht abzusetzen. Besonders im Umschaltspiel war Isar-Loisach gefährlich und nutzte jede Unkonzentriertheit der Gastgeber konsequent.
Trotzdem blieb das Spiel lange offen, da Sonthofen im Angriff weiterhin erfolgreich agierte und sich nicht abschütteln ließ.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich zunächst ein ähnliches Bild. Sonthofen blieb dran, schaffte es jedoch nicht, den Rückstand vollständig zu egalisieren. Immer wenn die Gastgeber näher herankamen, fand Isar-Loisach eine passende Antwort.
Die entscheidende Phase folgte schließlich Mitte der zweiten Halbzeit. Einige technische Fehler und vergebene Chancen auf Sonthofer Seite nutzten die Gäste, um sich erstmals deutlicher abzusetzen.
Der Vorsprung wuchs auf mehrere Tore an – ein Abstand, den Sonthofen trotz großem Kampf nicht mehr schließen konnte.
Trotz der schwierigen Situation steckte Sonthofen nicht auf. Die Mannschaft versuchte weiterhin, das Spiel offen zu gestalten und suchte mutig den Weg nach vorne. Vor allem über den Rückraum, durch Dalibor Italo, gelangen noch einige Treffer.
Doch Isar-Loisach blieb ruhig, spielte seine Angriffe geduldig aus und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Am Ende stand ein 31:36 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das den Spielverlauf widerspiegelte, auch wenn Sonthofen phasenweise durchaus mithalten konnte.
Mit der Niederlage bleibt Sonthofen bei 12:28 Punkten und steckt weiterhin tief im Tabellenkeller fest. Die Situation hat sich durch die Siege der Konkurrenz sogar noch verschärft.
Zwei Spieltage vor Saisonende ist die Ausgangslage klar: Der TSV Sonthofen braucht zwei Siege aus den letzten beiden Spielen, um sich realistische Chancen auf den Klassenerhalt zu bewahren.
„Jetzt gibt es keine Rechnerei mehr“, sagte Ralf Günter nach dem Spiel. „Wir müssen die letzten beiden Spiele gewinnen – alles andere bringt uns nicht weiter.“
Das Restprogramm hat es allerdings noch einmal in sich. Zunächst wartet auswärts die Reise zur HSG Würm-Mitte 22, die aktuell auf Rang zwei der Tabelle steht.
Zum Saisonabschluss kommt es dann zu einem Heimspiel gegen den TSV Landsberg, das möglicherweise zu einem echten Endspiel im Abstiegskampf werden könnte.
„Wir dürfen jetzt nicht den Kopf hängen lassen“, betonte Aleksandar Italo. „Es sind noch zwei Spiele, und solange es rechnerisch möglich ist, werden wir alles reinwerfen.“
Im Sonthofer Lager ist man sich der schwierigen Situation bewusst. Gleichzeitig betonen Spieler und Verantwortliche, dass der Kampf noch lange nicht entschieden ist.
„Wir haben schon öfter gezeigt, dass wir als Mannschaft reagieren können“, sagte Marcel Heil. „Jetzt kommt es darauf an, dass wir zusammenstehen und die letzten beiden Spiele mit voller Energie angehen.“
Sonthofen zeigte gegen Isar-Loisach eine engagierte Leistung, konnte den favorisierten Gästen aber letztlich nicht entscheidend gefährlich werden. Die Niederlage verschärft die Lage im Tabellenkeller und erhöht den Druck für den Saisonendspurt deutlich.


