top of page

Sonthofen unterliegt dem Bad Tölz trotz 37 Toren mit 37:45

Autorenbild: Laurenz Lakotta
Laurenz Lakotta
28. Sept.
3 Min. Lesezeit

Am vergangenen Sonntag stand das erste Heimspiel für die Handballer des TSV Sonthofen auf dem Programm. Am Ende gab es eine 37:45 Niederlage gegen den TV Bad Tölz.
Es war eines dieser Spiele, in denen der TSV Sonthofen über weite Strecken den Anschluss hielt, immer wieder an einer Wende schnupperte – am Ende aber doch ohne Lohn dastand. Gegen den TV Bad Tölz entwickelte sich in der Sonthofer Halle eine torreiche Partie, in der beide Mannschaften offensiv überzeugten. Die entscheidenden Akzente setzte allerdings der Gast. Mit 45:37 nahm der TV Bad Tölz beide Punkte mit.

Für den TSV Sonthofen war es dagegen die erste Niederlage der Saison. Mit 2:4 Punkten bleibt die Mannschaft zunächst im Mittelfeld der Tabelle. Gerade offensiv zeigte Sonthofen dabei durchaus, was möglich ist. 37 eigene Treffer sprechen eine deutliche Sprache. Gleichzeitig offenbarten die 45 Gegentore aber auch, wo an diesem Abend das größte Problem lag.

Dabei hatte die Partie zunächst durchaus vielversprechend begonnen.

Bad Tölz erwischte den besseren Start und setzte vor allem über Georg Wiesenhütter früh Akzente. Der Tölzer traf in den ersten Minuten gleich dreimal und brachte seine Mannschaft mit 3:2 in Führung. Sonthofen ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken. Ralf Günter sorgte für den ersten Treffer der Gastgeber, Marcel Heil legte nach und Benjamin Baustetter brachte den TSV anschließend sogar mit 3:4 und kurz darauf 4:3 in Führung. Im Anschluss verletzte sich Ralf Günter allerdings schwerer an der Hand und musste zur Kontrolle ins Krankenhaus.

Die Gäste nutzten ihre Chancen konsequenter und erhöhten zwischenzeitlich auf 7:10.

Nach einer Auszeit der Gastgeber kam der TSV deutlich besser ins Spiel. Heil verwandelte einen weiteren Siebenmeter, traf anschließend aus dem Feld und plötzlich war die Begegnung wieder völlig offen. Benjamin Baustetter sorgte mit seinem Treffer zum 10:10 für den Ausgleich. Generell zeigte Baustetter eine sehr auffällig Leistung.

Die Partie war damit endgültig auf Augenhöhe angekommen.

Während Sonthofen in dieser Phase immer wieder über Heil, Baustetter und Wohlfahrt erfolgreich war, blieb der Gast im Abschluss konsequent.

Beim 12:11 lag Sonthofen letztmals in der ersten Halbzeit vorne.

Anschließend wechselte die Führung wieder auf die Seite der Gäste. Sonthofen blieb zwar dran, musste Bad Tölz aber kurz vor der Pause etwas davonziehen lassen. Nach 23 Minuten stand es 15:18,

zur Halbzeit lag der TSV mit 18:21 zurück.

Drei Tore – das war zu diesem Zeitpunkt noch lange keine Vorentscheidung.

Und Sonthofen machte direkt nach dem Seitenwechsel deutlich, dass die Mannschaft das Spiel noch nicht abgeschrieben hatte.

Lenny Höppner und Fabian Hofmann brachten den TSV wieder heran.

Doch erneut gelang es Bad Tölz, sich dem Druck zu entziehen. Die Gäste erhöhten auf 21:24 und legten anschließend immer wieder einen Treffer vor. Sonthofen kämpfte sich zwar regelmäßig heran, schaffte es aber nicht, den entscheidenden Ausgleich zu erzielen.

Sonthofen war offensiv präsent, fand Lösungen und blieb in Schlagdistanz. Doch sobald die Gastgeber die Chance hatten, das Spiel endgültig zu kippen, hatte Bad Tölz die passende Antwort.


45:37 hieß es nach 60 Minuten.

Ein Ergebnis, das auf den ersten Blick deutlich klingt. Der Spielverlauf war allerdings über weite Strecken wesentlich enger, als es die acht Tore Differenz vermuten lassen. Sonthofen lag mehrfach nur ein oder zwei Treffer zurück und hatte immer wieder die Gelegenheit, die Partie auszugleichen.

Letztlich fehlte dem TSV aber die defensive Stabilität, um aus diesen Phasen mehr zu machen.

Und so stand am Ende ein Ergebnis, das deutlich ausfiel, obwohl die Partie lange wesentlich enger war: Auch die Leistung der jungen Spieler macht Hoffnung auf die nächsten Partien.


Für Sonthofen spielten:
Endreß, Renner (Tor); Höppner (3), Freudenreich (1), Hofmann (8), Baustetter (6), Wohlfahrt (5), Günter (1), Keleminic (1), Winter, Heil (10/1), Malik (2).

bottom of page