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Endspiel in Würm: Sonthofen kämpft um den Klassenerhalt

  • Autorenbild: Laurenz Lakotta
    Laurenz Lakotta
  • vor 5 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Es ist angerichtet für ein Spiel, das für den TSV Sonthofen kaum größere Bedeutung haben könnte.
Am kommenden Spieltag gastiert der Tabellenzehnte bei der zweitplatzierten HSG Würm-Mitte 22 – und die Ausgangslage ist klar wie selten zuvor.

Für Sonthofen ist es ein echtes Endspiel.
Ein Spiel, in dem es nicht nur um Punkte geht.
Sondern um die Liga.


Die Tabelle spricht eine deutliche Sprache:
Während Würm-Mitte mit 28:12 Punkten auf Rang zwei steht und eine starke Saison spielt, kämpft der TSV Sonthofen mit 12:28 Punkten ums Überleben.

Und die Rechnung ist brutal einfach:
Nur ein Sieg hält die Tür zum Klassenerhalt offen.
Bei einer Niederlage ist der Abstieg rechnerisch besiegelt.

Doch selbst ein Erfolg könnte am Ende nicht reichen.
Denn parallel muss Sonthofen auf Schützenhilfe hoffen.
Der direkte Konkurrent TSV Gilching darf im Auswärtsspiel bei Gröbenzell nicht punkten.


Die Gastgeber gehen mit breiter Brust in die Partie.
Die HSG Würm-Mitte gehört zu den konstantesten Teams der Liga.
Starke Offensive, physische Abwehr, eingespielte Abläufe.

Vor allem zuhause ist Würm-Mitte nur schwer zu bezwingen.
Die Mannschaft agiert dort mit Tempo, Selbstvertrauen und großer Variabilität im Angriff.

Für Sonthofen bedeutet das:
Es wird ein Spiel, in dem man an die absolute Leistungsgrenze gehen muss.


„Wir wissen, was die Stunde geschlagen hat“, sagt Marcel Heil im Vorfeld.
„Das ist ein Endspiel. Wir müssen gewinnen – egal wie.“

Die vergangenen Wochen waren geprägt von intensiven, kräftezehrenden Spielen.
Immer wieder zeigte die Mannschaft gute Phasen.
Immer wieder fehlte am Ende die Konstanz.

Gerade im letzten Spiel gegen Isar-Loisach wurde deutlich, wie schmal der Grat ist.
Gute Ansätze, viel Einsatz – aber am Ende reichte es nicht.

Nun gibt es keine zweite Chance mehr.


Die Marschroute ist klar:
Sonthofen darf sich nicht zu sehr mit den Parallelspielen beschäftigen.

„Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben machen“, betont Ralf Günter.
„Alles andere bringt nichts. Wenn wir nicht gewinnen, brauchen wir gar nicht nach Gröbenzell schauen.“

Die Mannschaft will sich auf ihre Stärken besinnen.


Im Angriff wird einmal mehr viel Verantwortung auf den Rückraumspielern lasten.

Doch auch andere müssen Verantwortung übernehmen.

Aleksandar Italo soll die Defensive stabilisieren und dem Spiel Struktur geben.
„Wir müssen von Anfang an dagegenhalten“, so seine klare Ansage.
„Keine einfachen Tore, keine einfachen Ballverluste.“

Im Rückraum sind zudem kreative Lösungen gefragt, um die kompakte Abwehr der Gastgeber zu knacken.


Neben der taktischen Ausrichtung wird vor allem der Kopf eine entscheidende Rolle spielen.

Ein Spiel, in dem jeder Fehler wehtut.

Doch genau darin könnte auch eine Chance liegen.

Denn Sonthofen hat in dieser Saison immer wieder gezeigt, dass die Mannschaft in schwierigen Situationen zusammensteht.

„Jetzt zählt nur noch, dass wir alles auf der Platte lassen“, sagt Marcel Heil.
„Wenn wir am Ende verlieren, dann wenigstens, weil der Gegner besser war – nicht, weil wir nicht alles gegeben haben.“


Während in Würm gespielt wird, richtet sich ein Auge zwangsläufig auch nach Gröbenzell.

Dort trifft der TSV Gilching auf die HSG Gröbenzell-Olching.

Ein Punktgewinn von Gilching würde die Situation für Sonthofen massiv verschärfen.
Eine Niederlage könnte dagegen die Tür offenhalten.

Sonthofen fährt nach Würm als Außenseiter.

Ohne Druck von außen – aber mit maximalem inneren Antrieb.

„Wir haben nichts mehr zu verlieren“, bringt es Ralf Günter auf den Punkt.
„Und genau so müssen wir spielen.“


Die Ausgangslage ist klar:
Sieg oder Abstieg.

Sonthofen steht vor der größten Herausforderung der Saison.
Gegen ein Spitzenteam, auswärts, unter maximalem Druck.

Doch noch ist nichts entschieden.
Noch lebt die Hoffnung.

Und vielleicht ist genau das der Moment, in dem diese Mannschaft über sich hinauswachsen kann.

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