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Die ersten Punkte der Saison

  • Autorenbild: Fabian Hofmann
    Fabian Hofmann
  • 7. Okt.
  • 3 Min. Lesezeit

Die Erleichterung war groß, die Stimmung in der Allgäu Halle ausgelassen: Mit einem 34:32 (17:16)-Heimsieg über den TSV Partenkirchen haben die Handballer des TSV Sonthofen am Sonntagnachmittag den ersehnten Befreiungsschlag geschafft. Nach einer intensiven und umkämpften Partie sicherte sich die Mannschaft von Trainer Cristian Savlovschi den ersten doppelten Punktgewinn der noch jungen Bezirksoberliga-Saison – und das unter erneut schwierigen personellen Voraussetzungen.

 

Denn wie schon in den vergangenen Wochen musste Sonthofen auch diesmal auf mehrere Spieler verzichten. Fabian Zeller, Alex Balzer und Michael Wohlfahrt fehlten urlaubsbedingt, Fabian Hofmann musste wegen Rückenbeschwerden passen. Trotzdem zeigte sich die Mannschaft von Beginn an hochmotiviert und präsentierte sich als echtes Kollektiv.

„Wir wussten, dass wir mit einem Rumpfkader antreten müssen“, erklärte Trainer Savlovschi nach der Partie. „Aber jeder, der auf der Platte stand, hat Verantwortung übernommen. Das war der Schlüssel zum Sieg.“

„Man hat gemerkt, dass die Mannschaft unbedingt wollte. Es war kein perfektes Spiel, aber ein unglaublich kämpferischer Auftritt. Genau so muss es sein.“

 

Die Gastgeber erwischten den besseren Start. Gestützt auf eine stabile Abwehr fand Sonthofen schnell seinen Rhythmus. Vor allem Aleks Italo ragte im Deckungszentrum heraus, blockte Schüsse, gewann Zweikämpfe und war „der Fels in der Brandung“, wie es ein Zuschauer treffend formulierte.

Im Angriff lief es ebenso rund: Durch clevere Laufwege und präzise Anspiele nutzen Redzo Kahric und Marcel Heil die gutenWurfchancen konsequent und waren in der Anfangsphase kaum zu stoppen. Nach zehn Minuten stand es 6:2, Partenkirchen war sichtlich überrascht – und Trainer Hannes Bräu sah sich gezwungen, früh die erste Auszeit zu nehmen.

 

Auch die anschließende Umstellung der Gäste auf eine offensive 3:2:1-Abwehr brachte zunächst keinen Erfolg. Sonthofen fand immer wieder Lücken, agierte geduldig und spielte seine Angriffe diszipliniert aus. Bis zur 20. Minute führten die Hausherren mit 13:8 – eine komfortable Führung, die allerdings nicht von Dauer war.

In den letzten Minuten der ersten Halbzeit schlichen sich auf Seiten der Sonthofer einfache Fehler ein. Fehlpässe, überhastete Abschlüsse und einige Ballverluste im Tempospiel ermöglichten Partenkirchen einen 8:3-Lauf. Die Gäste nutzten ihre konditionellen Vorteile und verkürzten bis zur Pause auf 17:16.

„Da haben wir ein bisschen den Faden verloren“, gab Kapitän Andy Dahm zu. „Man hat gemerkt, dass uns in dieser Phase die Luft ausgeht. Aber das Team hat danach eine super Reaktion gezeigt.“

 

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Sonthofen startete konzentriert, agierte in der Defensive kompakt und zwang Partenkirchen zu schwierigen Würfen. Immer wieder war es Aleks Italo, der entscheidend störte.

Im Angriff zeigte Sonthofen erneut, wie gefährlich man sein kann, wenn die Laufwege stimmen. Über gut eingeleitete Auslösehandlungen kam der TSV zu Treffern.

Nach 50 Minuten führte Sonthofen wieder mit fünf Toren (31:26), doch Partenkirchen blieb hartnäckig. Angetrieben von ihren erfahrenen Kräften um Maximilian Wasielewski kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran. Als es in der 55. Minute plötzlich nur noch 33:31 stand, war die Spannung zurück.

 

Doch diesmal ließ sich Sonthofen den Sieg nicht mehr nehmen. In den letzten Minuten warf die Mannschaft alles in die Waagschale – und hatte die besseren Nerven. Ein starker Andy Dahm parierte zwei freie Würfe, Ralf Günter traf in der Schlussminute zum 34:32-Endstand.

 

„Das war ein Sieg des Willens“, sagte Trainer Savlovschi sichtlich erleichtert. „Wir haben gesehen, dass wir mit Leidenschaft und Zusammenhalt auch schwierige Spiele gewinnen können. Genau diese Energie brauchen wir in den nächsten Wochen.“

Auch Ralf Günter fand deutliche Worte:

„So wie heut muss es sein, kein perfektes Spiel gemacht, aber alle haben heute zusammen den Sieg geholt. So gehen wir die nächsten Spiele an!“

 

Lange ausruhen kann sich der TSV Sonthofen allerdings nicht. Bereits am kommenden Sonntag um 17 Uhr steht das nächste wichtige Spiel an – das Derby gegen den SGKaufbeuren/Neugablonz.

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