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Schwere Aufgabe: Sonthofen fordert Landsberg auswärts

  • Autorenbild: Laurenz Lakotta
    Laurenz Lakotta
  • 13. Dez. 2025
  • 3 Min. Lesezeit

Nach der klaren Heimniederlage gegen die HSG Würm-Mitte steht für den TSV Sonthofen am kommenden Samstag die nächste anspruchsvolle Aufgabe bevor. Um 18 Uhr tritt die Mannschaft von Trainer Cristian Savlovschi auswärts beim TSV Landsberg an – einem Gegner, gegen den die Allgäuer in der vergangenen Saison keinen einzigen Punkt holen konnten. Die Voraussetzungen sind dieses Jahr kaum einfacher: Landsberg verfügt über eine der torhungrigsten Mannschaften der Liga und zählt zu den besten Offensivreihen der Bezirksoberliga.

Aktuell steht der TSV Landsberg mit 10:10 Punkten und einem ausgeglichenen Torverhältnis (327:327) im Mittelfeld der Tabelle. Die Mannschaft kann in dieser Saison vor allem auf ihre individuelle Qualität im Rückraum bauen. Mit Kai Roth, Tobias Müller und Fynn Meier finden sich gleich drei Landsberger Akteure unter den Top-11 der ligaweiten Torschützenliste. Alle drei zeichnen sich durch enormes Wurfpotenzial aus und sind in der Lage, Spiele maßgeblich zu prägen. Besonders Meier gilt als spielbestimmender Faktor, der sowohl aus der Distanz als auch im Eins-gegen-eins enorme Gefahr ausstrahlt.

Für Sonthofen, das nach neun Spielen bei 5:13 Punkten steht, wird es daher vor allem darauf ankommen, in der Defensive Stabilität und Cleverness zu zeigen – zwei Punkte, die zuletzt im Heimspiel gegen Würm-Mitte gefehlt hatten. Das Team zeigte dort, insbesondere in der ersten Halbzeit, große Probleme im Abwehrverhalten und ließ die nötige körperliche Präsenz vermissen. Gegen eine der besten Offensivreihen der Liga wäre ein ähnlich schwacher Start kaum zu verkraften.

Positiv ist, dass Dalibor Italo wieder zurückkehrt und dem Rückraum der Oberallgäuer zusätzliche Entlastung und Struktur geben soll. Seine Erfahrung im Spielaufbau sowie seine Fähigkeit, als zweiter Taktgeber zu agieren, könnten dem TSV helfen, im Angriff variabler zu werden. Gerade auswärts ist es entscheidend, lange eigene Angriffspassagen zu kreieren, technische Fehler zu minimieren und dem Gegner nicht zu viele schnelle Gegenstöße zu ermöglichen.

Sonthofen weiß aber auch: Landsberg ist trotz starker Einzelspieler nicht unverwundbar. Das Team von zeigte in dieser Saison bereits deutliche Schwächephasen, verlor fünf der zehn Partien und hat immer wieder Probleme in engen Spielsituationen. Entscheidend wird sein, ob es Sonthofen gelingt, die Partie in der ersten Viertelstunde offen zu halten und nicht früh in einen deutlichen Rückstand zu geraten – ein Muster, das in mehreren Partien der Allgäuer zuletzt zu beobachten war.

Trainer Savlovschi betont im Vorfeld der Begegnung die Bedeutung der Grundtugenden: „Wir müssen sehr konsequent verteidigen, viel mehr miteinander sprechen und uns gegenseitig unterstützen. Landsberg ist im Angriff unglaublich variabel, da dürfen wir nicht nachlässig werden.“ Gleichzeitig fordert er Geduld im eigenen Spiel: „Wir brauchen klare Abschlüsse und dürfen uns nicht zu früh zu schwierigen Würfen verleiten lassen.“

Auch Kapitän Andy Dahm sieht das Team in der Pflicht: „Wir wissen, dass wir es besser können als zuletzt. Natürlich ist Landsberg auswärts ein Brett, aber wir müssen den Kampf annehmen und uns deutlich anders präsentieren als gegen Würm.“

Für die Sonthofer wird es über 60 Minuten eine Mischung aus Kampfbereitschaft, Disziplin und Mut brauchen. Eine Überraschung ist nicht ausgeschlossen – aber nur, wenn die Mannschaft in allen Bereichen eine deutliche Leistungssteigerung zeigt. Besonders die Abwehrarbeit gegen Landsbergs wurfgewaltige Achse wird der Schlüssel sein.

Der TSV Sonthofen reist also als Außenseiter an, doch mit der Rückkehr von Italo und dem klaren Ziel, eine Reaktion zu zeigen. Nach zuletzt schwierigen Wochen wäre ein Punktgewinn ein wichtiges Signal, um den Anschluss an das Tabellenmittelfeld nicht endgültig abreißen zu lassen.

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