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Mit blauem Auge davongekommen

Sonthofens Handballer entrinnen bei der Ottobeurer Reserve nur haarscharf einer Niederlage. Beim 34:34 gelingt dem Bezirksliga-Spitzenreiter der Ausgleich erst nach Ablauf der Spielzeit.


Es war die wohl schlechteste Leistung der gesamten Saison: Nur haarscharf sind die Handballer des TSV Sonthofen im Derby beim TSV Ottobeuren II einer bitteren Pleite entronnen. Der Bezirksligist sicherte sich beim 34:34 (16:18) aber immerhin einen Punkt und führt die Tabelle damit weiterhin an.

Sonthofen begann das Auswärtsspiel, bei dem Kapitän Laurenz Lakotta schmerzlich vermisst wurde, ordentlich. Vor allem im Angriff erspielte sich das Team gute Chancen. Spätestens nach 15 Minuten (9:9) war es allerdings dahin mit der anfänglichen Leichtigkeit. Im Spiel der Gäste reihte sich ein haarsträubender Fehler an den nächsten. „Vorne haben wir unnötig komplizierte Pässe versucht und das Rückzugsverhalten sowie die Abwehr waren teilweise katastrophal“, sagt Trainer Cristian Savlovschi. Besonders gegen die aggressive und offensive 5-1-Abwehr der Ottobeurer Landesliga-Reserve fand der TSV zu selten Lösungen. Torhüter Andreas Dahm hielt die Kreisstädter mit zahlreichen starken Paraden bis zur Halbzeit (16:18) immerhin in Schlagdistanz.

Auch nach dem Seitenwechsel enteilte der TSVO nie weiter als drei Tore. Sonthofen machte aber munter weiter mit unnötigen Ballverlusten und löchriger Defensive. Coach Savlovschi verzweifelte teils an der Seitenlinie, die vierte Saisonniederlage drohte. Einzig Torhüter Alexander Gladyschew erreichte in Hälfte zwei Normalniveau und hielt Sonthofen im Spiel.

In der Schlussphase wurde es völlig turbulent. Das Heimteam führte 20 Sekunden vor Ende mit 34:33 und war zudem in Ballbesitz. Doch Sonthofen eroberte noch einmal die Kugel und hatte die Chance, per Gegenstoß auszugleichen. Fabian Hofmann setzte den Ball beim Einwurf jedoch an die Hallendecke. Da er dabei allerdings von einem Ottobeurer Spieler behindert wurde, entschied der Schiedsrichter auf Siebenmeter, den Noa Hüper nach Ablauf der Spielzeit zum erlösenden 34:34 verwandelte.

Richtig freuen konnte sich aufseiten der Sonthofer dennoch niemand, stattdessen herrschte in der Kabine Katerstimmung. „Wir haben teils unterirdisch agiert und einen wichtigen Punkt hergeschenkt. Wir sind in die Partie gegangen und haben gedacht, wir gewinnen locker. Ein starkes Ottobeurer Team hat diese Überheblichkeit bestraft. Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagt Coach Savlovschi.

Mit 31:7-Punkten stehen die Sonthofer zwar weiter an der Tabellenspitze, sind nun aber punktgleich mit dem zweitplatzierten TSV Gilching. Mit dem Topteam aus dem Münchner Raum kommt es diesen Samstag (18 Uhr) zum vermutlich vorentscheidenden Duell um die Meisterschaft in der heimischen Allgäu-Sporthalle. „Das wird das Spiel der Saison. Gilching ist mit Abstand der stärkste Gegner in dieser Liga und wir haben nach der Niederlage im Hinspiel noch eine gehörige Rechnung offen. Am Samstag hauen wir alles rein“, sagt Savlovschi. (nhü)


TSV Sonthofen Gladyschew, Dahm (beide Tor), Pauw (2/1), Hofmann (5), Keleminic, Pache (1), Günter (2), Schmidt (2), Hüper (13/2), Waldmann (1), Gündogdu (1), Balzer (1) und Kahric (6/1).

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