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Sonthofen will dem Favoriten in Weilheim trotzen

  • Autorenbild: Laurenz Lakotta
    Laurenz Lakotta
  • 27. Sept.
  • 2 Min. Lesezeit

Nach dem missglückten Saisonauftakt gegen den großen Derbyrivalen aus Kempten steht für die Handballer des TSV Sonthofen am kommenden Samstag (Anwurf 19:30 Uhr) bereits die nächste schwere Aufgabe auf dem Programm. Das Team von Trainer Cristian Savlovschi reist zum TSV Weilheim, der mit einem überzeugenden Derbysieg gegen Partenkirchen in die neue Saison gestartet ist und vor heimischem Publikum traditionell nur schwer zu schlagen ist.

Die Sonthofer gehen mit einer stark dezimierten Mannschaft in die Partie. Mehrere Stammkräfte stehen derzeit nicht zur Verfügung. Immerhin gibt es aus dem Lazarett auch eine positive Nachricht: Fabian Hofmann steht wieder im Kader und soll mit seiner Routine für zusätzliche Stabilität sorgen.

„Natürlich ist die Personalsituation angespannt, aber wir wollen uns nicht verstecken“, erklärt Trainer Savlovschi. „Die Jungs, die auf der Platte stehen, werden alles geben.“

Ein Blick auf die letzte Saison zeigt, wie unterschiedlich beide Teams auftreten können. In Weilheim kassierte der TSV Sonthofen eine deutliche 30:40-Niederlage, bei der man über weite Strecken chancenlos blieb. Das Rückspiel in eigener Halle verlief dagegen ganz anders: Mit einer couragierten Leistung erkämpften sich die Oberallgäuer ein 24:21 und bewiesen, dass sie durchaus in der Lage sind, auch gegen favorisierte Gegner zu bestehen.

„Wir wissen, dass Weilheim in eigener Halle mit seiner Dynamik und Wurfkraft nur schwer zu kontrollieren ist“, so Kapitän Andy Dahm. „Aber wir haben auch schon gezeigt, dass wir mit viel Kampfgeist für Überraschungen sorgen können. Das wollen wir am Samstag wieder versuchen.“

Die Gastgeber gehen als klarer Favorit in das Duell. Mit dem Derbysieg zum Auftakt im Rücken dürfte die Mannschaft von Trainer Sylvester Wolf mit breiter Brust auftreten. Besonders die Offensive der Weilheimer gilt als gefährlich und variabel. Immer wieder schaffen es die Rückraumspieler, ihre Kreisläufer in Szene zu setzen oder selbst mit hohem Tempo abzuschließen.

Gerade in der Defensive wird also viel Arbeit auf die Sonthofer Abwehr und Torhüter Andy Dahm zukommen. Er konnte sich bereits im Spiel gegen Kempten mit zahlreichen Paraden auszeichnen, war dort aber oft auf verlorenem Posten. „Andy hat uns schon gegen Kempten lange im Spiel gehalten“, lobt Trainer Savlovschi. „Wenn wir ihm mehr Unterstützung geben, kann er auch in Weilheim ein Faktor werden.“

Die deutliche 23:42-Niederlage im Derby gegen Kempten hat die Stimmung im Team nicht nachhaltig gedrückt. Vielmehr nimmt die Mannschaft die Partie als Lehrstunde mit. „Kempten war uns körperlich und spielerisch klar überlegen. Wir wussten, dass das ein extrem schwerer Start wird“, sagt Rückraumspieler Redzo Kahric „Aber wir haben trotzdem alles gegeben, und genau das werden wir auch in Weilheim tun.“

Für die Sonthofer geht es in den kommenden Wochen nicht in erster Linie um Siege und Punkte, sondern um die Weiterentwicklung der Mannschaft. Die Integration der jungen Spieler, das Finden von Automatismen im Angriffsspiel und eine stabilere Abwehrarbeit stehen im Vordergrund. „Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen, wenn die Ergebnisse am Anfang noch nicht passen“, betont Savlovschi. „Letzte Saison haben wir ebenfalls eine klare Auftaktniederlage kassiert, uns aber im Laufe der Saison gefunden. Daran wollen wir anknüpfen.“

Auch wenn die Rollen klar verteilt sind, wollen die Sonthofer die Partie so lange wie möglich offenhalten. Mit viel Einsatz, Leidenschaft und einer geschlossenen Teamleistung soll Weilheim zumindest gefordert werden.

Der TSV Weilheim wird alles daransetzen, seinen guten Saisonstart zu bestätigen, während Sonthofen auf der Suche nach Stabilität und ersten Erfolgserlebnissen ist.

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